Themen/Wissenschaft-Praxis-Transfer/Landnutzungsbewertung

Teilprojekt 3.3.3 - Integrierte Bewertung

Landnutzungsentscheidungen bringen die Herausforderung mit sich, Interaktionen zwischen verschiedenen Landnutzungstypen ebenso zu berücksichtigen wie die unterschiedlichen Einwirkungen und Ansprüche der Landnutzer. Veränderte äußere Rahmenbedingungen, für die der Klimawandel das prominenteste Beispiel darstellt, sowie veränderte Nutzungsstrategien und -intensitäten beeinflussen Prozesse und Stoffkreisläufe innerhalb einzelner Landnutzungsarten. Rückgekoppelt auf die Landschaftsebene ergeben sich daraus vielfältige Einflüsse auf die Erfüllung von Landschaftsfunktionen und Ökosystemdienstleistungen, wie z.B. die Festlegung von Kohlenstoff, die Bereitstellung von Trinkwasser oder auch die Regulation des Hochwasserrisikos.

Ein klassisches Problemfeld auf Landschaftsebene besteht in der Verfügbarkeit von Informationen, die eine Bewertung von Wirkungen des Klimawandels und der entsprechenden Anpassungsmaßnahmen ermöglichen. Zu nennen sind beispielsweise lückenhafte Datensätze sowohl was die räumliche als auch die zeitliche Auflösung betrifft, heterogene Standards bei Datenauswertung und -dokumentation sowie unübersichtliche Verantwortlichkeiten bei der Datenhaltung und -bereitstellung. Außerdem gilt es, das Handeln auf verschiedenen Entscheidungsebenen - vom einzelnen Ökosystem bis hin zum regionalen Gesamtkontext - inklusive verschiedener Landnutzungssektoren und Wirtschaftszweige abzubilden.

Die Berücksichtigung der vielfältigen Interaktionen, Prozesse und der eingeschränkten Datenverfügbarkeit auf Landschaftsebene erfordert daher Instrumente, die in der Lage sind (a) die verfügbaren, aber oft sektoral fragmentierten Informationsquellen effizient zu erschließen, und (b) ein komplexes, aber dennoch nutzerfreundliches Wissens- und Erfahrungsmanagement zu unterstützen. Vor diesem Hintergrund ist ab 2007 die Software GISCAME (ehem. „Pimp Your Landscape“) entwickelt worden. Sie verfolgt das Ziel, Landnutzung auf Basis der regional verfügbaren Wissensgrundlagen (statistische Daten, Modellergebnisse/Gutachten und Erfahrungswissen) zu bewerten und damit dem Planer ein Werkzeug an die Hand zu geben, Handlungsalternativen gegeneinander abzuwägen. Die Konzeption der Software betrachtet die Landschaft als integrative Ebene für Interaktionen zwischen verschiedenen Landnutzungsarten, Landnutzern und landschaftsbezogenen Ökosystemprozessen, die die Erfüllung von landschaftsbezogenen Ökosystemdienstleistungen bedingen. 

Erfahren Sie mehr über die Arbeitsergebnisse von TP 3.3.3 Integrierte Bewertung. Klicken Sie auf die Themen, die Sie interessieren!

 

Unbenanntes Dokument

 

Verantwortlich
Technische Universität Dresden
Professur für Bodenkunde und Bodenschutz
Prof. Dr. Dr. Franz Makeschin
boku[...]forst.tu-dresden.de

Ansprechpartner

Susanne Frank

susanne.frank[...]tu-dresden.de

 

Download

Poster

Copyright © 2012, All rights reserved. Website by Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklungt