Für die Ermittlung notwendiger Klimaanpassung sind Projektionen möglicher Veränderungen des Regionalklimas im Kontext der sich ebenfalls wandelnden gesellschaftlichen Verhältnisse notwendig. Im Modul 2 werden dazu Szenarien als Entwicklungsrahmen für Forschung und Entwicklung in den Modulen 1 und 3 erstellt.
Szenarien sind dabei ein Werkzeug, um Entwicklungsmöglichkeiten aufzuzeigen, die auch von nicht planbaren Rahmenbedingungen abhängen. Dadurch können Konsequenzen unseres Handelns untersucht und Handlungsoptionen verglichen werden, ohne die tatsächliche Entwicklung exakt zu kennen (Szenarien werden unterschiedlich definiert; REGKLAM strebt an, einen gut transportierbaren Szenarienbegriff zu etablieren, der die Handlungsoptionen für die Praxispartner in den Vordergrund stellt).
Auf der regionalen Ebene spielt für die Klimaszenarien die Modellunsicherheit eine bedeutende Rolle. Sie wird daher im Modul 2 näher untersucht und u. a. mit statistischen Methoden bewertet. Bereits heute sind in der Region Dresden spezifische Tendenzen zu veränderter Niederschlagsverteilung und potenzieller Verdunstung erkennbar (z.B. im Sommer vermehrte Starkniederschläge bei gleichzeitiger Trockenheit).
Andere relevante Einflussgrößen für ein regionales Klimaanpassungskonzept sind z. B. die Bevölkerungsentwicklung, die Energie- und Wasserpreisentwicklung, die Entwicklung der Stadtstruktur (Stichwort: Zersiedelung) und die Anpassungsreaktionen der Industrie an diese Veränderungen. Diese Entwicklungen und Prozesse müssen ähnlich wie das Klima als Randbedingung in die Szenarienbildung integriert werden. Die Beteiligung relevanter Akteure ist hier unabdingbar, um eine realistische Szenarienbildung zu erlauben.
Die Ergebnisse von Modul 2 finden sowohl direkt Verwendung in Modul 1, als auch indirekt über Modul 3, wo sie als Input für die Impaktanalyse im Modul 3 direkt verarbeitet werden.
Ansprechpartner
Kathrin Riedel
Koordinatorin Modul 2
kathrin.riedel[...]forst.tu-dresden.de